BAD LIEBENWERDA

Der Lubwartturm

Der Lubwartturm ist der einzige Teil des ehemaligen Schlosses, der bis heute erhalten geblieben ist. Er wurde ursprünglich als Bergfried genutzt, das heißt, dass er ein unbewohnter Wehrturm war. 1733 wurde die Schlossanlage durch ein Feuer zerstört und der Turm war seither schwer baufällig. 1913 kaufte und sanierte die Stadt Bad Liebenwerda den Turm, sodass er schließlich 1930 als Aussichtsturm wieder eröffnet werden konnte. Nach weiteren Sanierungen erscheint der Turm heute im unteren Teil der Außenfassade in seiner ursprünglichen Form als Backsteinturm, während der obere Teil der Fassade durch eine Verputzung an die Nutzung als Schlossturm während der Renaissance erinnert.

Der Barbara-Brunnen

Der heutige Barbarabrunnen steht auf dem Fundament eines Kriegerdenkmals aus dem Jahre 1909. Nachdem die ursprüngliche Figur 1943 zu Kriegszwecken eingeschmolzen worden war, wurde das Denkmal 1955 in ein Friedensdenkmal umgewidmet. Heute sind an den vier Säulen Symbole für Berufe abgebildet, die für die Stadt in der Geschichte besonders wichtig waren: Ackerbau, Handel, Handwerk und Industrie. Anstelle der alten Statue wurde 1956 das Hirtenmädchen Barbara aufgestellt, die eine Figur aus einer Sage aus der Zeit des 30jährigen Krieges ist.

Der Glockenturm

Der Glockenturm wurde von den Brüdern Georg und Julius Müller gestiftet und am 16. Oktober 1929 eingeweiht. Es befanden sich ursprünglich zwei Glocken in dem Turm, von denen die größere den Gefallenen des ersten Weltkrieges gewidmet war. Im Laufe des zweiten Weltkrieges wurden die Glocken jedoch 1942 eingeschmolzen. 1953 erhielt der Turm zwei neue Glocken, die seitdem an Wochenenden, Feiertagen und beim Tod eines Gemeindemitgliedes geläutet werden.

GRUNDSCHULZENTRUM ROBERT REISS