EGGERSDORF

Das Sühnekreuz

Mitten in Eggersdorf findet man gegenüber der Kirche ein Steinkreuz, genannt das Sühnekreuz. Die Legende sagt, dass dieses Kreuz auf ein Duell zwischen Junker Lorenz Trebus und dem Ritter Röbel im Jahre 1512 zurückzuführen ist. Beide waren Grund- und Gutsbesitzer in Eggersdorf und trafen sich im damaligen Dorfkrug zum Zechen. Junker Trebus muss ein Hitzkopf gewesen sein, Ritter Röbel ein besonnener Mensch. Ein Streitgespräch eskalierte, als Trebus dem Röbel Feigheit vorwarf und nach seinem Schwert griff.

Die beiden kämpften „ohne des Gesetzes Regeln“ im und draußen vor dem Dorfkrug. Der alte Röbel war der Fechtkunst des Junkers nicht gewachsen und starb im Kampf vor dem Gasthaus. Dort wurde später das Sühnekreuz errichtet.

Kossetenhäuser (Bauernhäuser)

Das sind die ältesten Häuser von Eggersdorf. Sie wurden nahe der Kirche gebaut und sind Fachwerkhäuser. König Friedrich II. ließ sie vor ungefähr 250-300 Jahren für Kolonisten errichten: das waren Hugenotten aus Frankreich, die wegen ihres protestantischen Glaubens verfolgt wurden und flohen. Heute sind nur noch wenige Kossetenhäuser erhalten, eines davon wurde von privater Hand restauriert und ist sehenswert.

Die Dorfkirche

1333 wurde Eggersdorf zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Man nimmt an, dass sehr bald danach eine Pfarrstelle entstand, die bis ca. 1750 eine einfache Holzkirche hatte. Aus dieser wurde bald danach eine Fachwerkkirche mit Ziegeln und einem Türmchen. Leider brannte sie 100 Jahre später ab. 5 Jahre danach (1870) hatte Eggersdorf eine Kirche aus massivem Klinkerbau und einem vorgelagerten Glockenturm – so sieht sie heute noch aus.

Grundschule Eggersdorf