ELSTERWERDA

Schloss Elsterwerda

Das Schloss Elsterwerda wurde schon im Jahre 1288 als Burg erwähnt. 1727 ersteigerte es August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, für 105 000 Taler und verwandelte den Besitz in ein Krongut. Bereits am 4.6. 1727 schenkte er es seiner Schwiegertochter Maria Josepha.
Nachdem es 1915 in preußisches Staatseigentum gelangt war, befand sich dort von 1857 bis 1926 ein Lehrerseminar. Seit 1959 kann man abermals Lehrer in den Gängen des Schlosses sehen: seitdem wird das Schlossgebäude als Schule genutzt und beherbergt bis heute ein Gymnasium.

Die Bockwindmühle

Die Bockwindmühle wird im Jahr 1804 zum ersten Mal erwähnt und hat im Laufe ihrer Geschichte viermal den Standort gewechselt. Von 1860 bis 1970 war die Mühle mehr als 100 Jahre lang im Besitz der Familie Jentzsch. Laut Berichten mussten, als die Mühle 1866 aus Bitten der Müllersgattin Wilhelmine, die unter Heimweh litt, aus dem heutigen Grunoh auf die Feldflur westlich von Elsterwerda versetzt wurde, vier Pferdegespanne je 15 Mal hin- und wieder zurückfahren, um alle Teile der Mühle an den neuen Standort zu transportieren. Seit 1918 wurde die Mühle von einem Elektromotor betrieben, sodass die Windflügel nicht mehr nötig waren. Während des zweiten Weltkrieges geriet das Gebäude bei einem Bombenangriff in Brand, konnte jedoch noch rechtzeitig gelöscht werden. Schließlich wurde 1958 der Mühlenbetrieb eingestellt. 2003 wurde die Mühle zum bislang letzten Mal versetzt und wird seitdem vom Heimatverein gepflegt.

Die Hans Nadler Galerie

Das Gebäude, in dem sich heute die Nadler-Galerie befindet, wurde 17020/1725 erbaut und steht heute unter Denkmalschutz. Ursprünglich gehörten hierzu noch ein Wohn- und Geschäftshaus, die jedoch 1945 durch einen Brand vollständig zerstört wurden. Die Galerie, welche sich heute dort befindet, wurde nach dem Maler Hans Nadler benannt, der 1879 in Elsterwerda geboren wurde. Er malte vor allem Landschaftsbilder und bekam 1918 vom sächsischen König Friedrich August für seine Verdienste den Titel Professor verliehen. Seit zwanzig Jahren beherbergt das Gebäude eine Galerie, die neben wechselnden Sonderausstellungen eine Dauerausstellung über die Werke von Hans Nadler eingerichtet hat.

Das Rathaus

Das Rathaus von Elsterwerda wird bereits 1711 erwähnt und ist damit eines der ältesten Gebäude der Stadt. Zunächst wurde es allerdings noch als Gasthof und Posthaus genutzt.1879 kaufte die Stadt das Gebäude und richtete dort das Rathaus und das Amtsgericht ein. Seine heutige Form erhielt das Rathaus 1912 nach verschiedenen Erweiterungen und Umbauten. Durch eine Brandstiftung im Jahre 1995 wurden der Dachstuhl und die Innenräume vollständig zerstört, jedoch konnte das Rathaus durch zügige Baumaßnahmen bereits 1996 wieder eröffnet werden.

Die Postmeilensäule

Die Kursächsische Postmeilensäule in Elsterwerda wurde 1738 erbaut und befindet sich gegenüber der Stadtkirche St. Katharina. Es handelt sich um eine sogenannte „Distanzsäle, von denen heute noch 83 Stück existieren. Auf den Seiten der Säule waren die Entfernungen zur den nächsten Zielstädten angegeben, was den Postkutschen als Orientierung diente.

Die Stadtkirche St. Katharina

Das Gebäude der evangelischen Kirche St. Katharina stammt aus dem 15. Jahrhundert und steht heute unter Denkmalschutz. Im Laufe der Jahre wurde die Kirche mehrmals durch Brände zerstört und wieder aufgebaut, sodass das Gebäude in seiner heutigen Form wahrscheinlich aus dem Jahre 1718 stammt. Im Inneren der Kirche lassen sich jedoch immer noch Spuren aus den verschieden Epochen erkennen: so stammt zum Beispiel der Taufstein aus den Jahren 1520-1530, während der Kanzelaltar im 18 Jahrhundert fertiggestellt wurde und die Eingangshalle erst nach dem ersten Weltkrieg.

OBERSCHULE ELSTERWERDA