Finsterwalde

Warum Sängerstadt Finsterwalde?

Das Lied, das 1899 Finsterwalde berühmt machte, geht so: „Wir sind die Sänger von Finsterwalde,/ wir leben und sterben für den Gesang./ Mensch, wenn Dich die Sorge packt,/ lass dich nicht bezwingen;/ wenn dir auch die Schwarte knackt,/ singen musst du, singen!“ Das sangen die drei Witzfiguren Pampel, Knarrig und Strippe in einem lustigen Theaterstück (Burleske) von Wilhelm Wolff, in dem viele weitere, derbe Strophen folgten. Alle Welt fing an, über Finsterwalde zu spotten. Das ließ sich die Stadt nicht gefallen und machte etwas ganz Schlaues: sie gründete einen Heimatchor, den Sangesverein „Einigkeit“. 1907 fing der Chor mit 30 Sängern an, in den 1930er Jahren waren es schon 170. Dieser Heimatchor wurde schnell berühmt. Seit über 60 Jahren findet jedes Jahr am letzten Augustwochenende das Finsterwalder Sängerfest statt, zu dem viele deutschen und internationale Chöre anreisen und das viele Musikfreunde in die Stadt lockt. Kommt man, dann könnt ihr eine tolle Stimmung in unserer Stadt erleben! Und: im Kreismuseum in der Langen Straße könnt ihr mehr über die Geschichte von Pampel, Knarrig und Strippe erfahren.

Das Schloss

Unsere Schlossgeschichte ist spannend: schon von 1282 gibt es eine Urkunde des Schlossherren „Dominius Heinemanus de Vynsterwalde“. Im 14. und frühen 15. Jahrhundert war es in der Gegend um Finsterwalde gefährlich, da die Burg Sitz des Raubritters von Gorenzen war. Der machte die Handelswege unsicher. Bis die Stadtverwaltung 1885 in das Schloss einzog, wechselte das Schloss immer wieder seine Besitzer. Im 30-jährigen Krieg wurde es 1632 von den Schweden teilweise zerstört. Interessant ist auch, dass 1830 ein Tuchfabrikant im hinteren Teil des Schlosses eine Fabrik gründete. Bis heute wird das Schloss von der Stadtverwaltung genutzt; im Rittersaal treffen sich die Stadtverordneten.

Das Märchenhaus

Eigentlich ist das Märchenhaus in der Friedrich-Hebbel-Straße ein ganz normales Wohngebäude, doch nur auf den ersten Blick. Die Hausfassade schmücken schöne Märchenszenen aus Klinkerformsteinen. Es sind richtige Reliefs, die 27 verschiedene Szenen aus den Märchen der Gebrüder Grimm darstellen. Das Haus wurde 1928 von dem Stadtbaurat Dassel entworfen.

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