SPREMBERG

Das Schloss

Die Geschichte des Spremberger Schlosses ist über 900 Jahre lang, damit ist es das älteste Bauwerk der Stadt. Zunächst war es im 11. Jahrhundert als Wasserburg gebaut worden. So nennt man Burgen, die von allen Seiten von einem natürlichen oder künstlichen Gewässer umgeben sind. Die Herzöge von Sachsen-Merseburg bauten die Burg im 17. und 18. Jahrhundert immer weiter aus, sodass eine frühbarocke Anlage entstand. Nachdem es lange Zeit für Verwaltungszwecke genutzt wurde, befindet sich im Schloss heute das Niederlausitzer Heidemuseum, die Musik- und Kunstschule und die Kreisbibliothek.

Das Erwin-Strittmatter Gymnasium

Das Erwin-Strittmatter Gymnasium wurde im Jahr 1860 gegründet und war zunächst eine reine Knabenschule. Der erste Abiturjahrgang, der 1865 seine Prüfungen ablegte, bestand gerade einmal aus drei Schülern. In den Jahren 1872-1875 errechnete ein Geographielehrer der Schule, dass der Mittelpunkt des deutschen Reiches in Spremberg läge. Noch heute erinnert daran der Name „Mittelstraße“. Im Jahre 1928 legte zum ersten Mal in der Geschichte der Schule ein Mädchen dort ihre Abiturprüfung ab. Sowohl im ersten als auch im zweiten Weltkrieg bekamen Schüler vorzeitig ein „Notabitur“ ausgestellt, da sie zum Wehrdienst eingezogen werden sollten. Zu DDR-Zeiten trug die Schule die Namen „Karl-Marx-Schule“ (seit 1948) und erweitere Oberschule „Pablo Neruda“ (seit 1975), bevor sie nach der Wiedervereinigung schließlich 1996 in Erwin-Strittmatter-Gymnasium umbenannt wurde.

GYMNASIUM SPREMBERG